"Ich betrachte das Leben als eine Herberge, in der ich verweilen muss, bis die Postkutsche des Abgrunds eintrifft.
Ich weiß nicht, wohin sie mich bringen wird, denn ich weiß nichts. Ich könnte diese Herberge als ein Gefängnis betrachten, weil ich gezwungen bin, in ihr zu warten;
Ich könnte sie auch als einen Ort der Geselligkeit ansehen, weil ich hier anderen Menschen begegne.
Doch bin ich weder ungeduldig noch gewöhnlich.
Ich überlasse die ihrer Neigung, die sich in ihr Zimmer einschliessen, träge aufs Bett sinken und dort schlaflos warten, so wie ich auch die ihrem treiben überlasse, die sich in den Salons unterhalten, aus denen Stimmen und Musik zu mir dringen und mich angenehm berühren."
 
pessoa
20.7.11 22:09
 


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